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von Johannes Sauter, Matthias Göggerle & Andrea Geipel

Foto: © Deutsches Museum Digital / Konrad Rainer, CC BY-SA 4.0

Das digitale Objekt IV
Die digitale Vermessung der Welt

Aufmerksame Leser:innen des Deutschen Museum Digital Blogs wissen es bereits; auch in diesem Jahr findet das Symposium „Das digitale Objekt“ wieder statt. Am 11. und 12. November wird der vierte Teil unserer Vortrags-Reihe erneut digital ausgetragen.

An den beiden Konferenztagen werden wir der digitalen Vermessung der Welt in zwei Sessions auf den Grund gehen.

Am Donnerstag legen wir den digitalen Zollstock zur „Vermessung des digitalen Objekts“ an, d.h. von der (3D)-Erschließung und Digitalisierungstechniken bis hin zur Verwendung in Ausstellungskontexten via AR/VR/XR und der Bedeutung digitaler Inhalte für die Museumsvermittlung.

Am Freitag soll dann die „Vermessung des (Ausstellungs-)raums“ im Vordergrund stehen. Hierbei werden wir uns der Thematik sowohl aus städtebaulicher Sicht mit der Vermessung und Abbildung urbaner Außenräume annähern, als auch über die Erfassung historischer musealer Innenräume und der Erstellung virtueller Welten durch Wissensnetze. Neben den einzelnen Beiträgen werden an beiden Tagen moderierte Paneldiskussionen mit den Vortragenden stattfinden, um die Herausforderungen und Chancen der musealen, digitalen „Vermessungs“-Methoden zu erörtern.

Die beiden Veranstaltungstage werden jeweils mit einer Keynote eingeleitet. Bernhard Strackenbrocks Keynote zur „Meßbildkunst“ führt in den Einsatz von 3D-Digitalisierungstechnologien in Museen und ihre Bedeutung ein. Medhavi Gandhi wird in ihrer – in englischen Sprache gehalten –Keynote am Freitag zu „CrossCollections“ ein Plädoyer für kollaboratives Storytelling halten.

Dominik von Roth vom Germanischen Nationalmuseum und Etta Grotrian vom Übersee-Museum werden die „Mess“-Ergebnisse unserer Pre-Conference-Workshops am 8. und 9.November zusammenfassen und in großer Runde zur Diskussion stellen.

Wie in den vorausgegangenen Jahren werden wir auch beim Digitalen Objekt IV wieder etablierte Formate mit neuen Tools zusammenbringen, um ein informatives, spannendes und kurzweiliges digitales Symposium auf die Beine zu stellen. Hierbei soll vor allem der Austausch mit den Teilnehmer;innen im Fokus stehen, der uns gerade bei einer digitalen Veranstaltung wichtiger denn je erscheint.

Programm

                           11. November

9:30- 11.00

Keynote

 "Meßbildkunst“ mit Kamera, Video und Scanner
zu 3D Punktewolken im Museum

Bernhard Strackenbrock

Kaffeepause (wonder.me)

11.30- 13.00

Vermessung des digitalen Objekts

 

Ansätze zur Sicherstellung wiederholbar hoher Qualität in der 3D-Digitalisierung ganzer Sammlungen

Pedro Santos

 Digital 3D reconstruction methods for visual humanities research and education

Sander Münster

 Please, DO (not) TOUCH! How digitization and 3D scanning
are shaping the future of museums (EN)

Erinrose Sullivan

 Augmented Reality, die Digitale Revolution des Museumsbesuchs

Sascha Kiener

Mittagspause (wonder.me)

14.30- 15.30

Recap Workshop Rethinking Communication

Dominik von Roth (GNM), Johannes Sauter & Matthias Göggerle

Kaffeepause (wonder.me)

16.30 - 18.00

Podiumsdiskussion „Kultur & Politik“

 Kathrin Zimmer

ab 18:00

Ausklang (wonder.me)

                           12. November

9:30- 11.00

Keynote

 CrossCollections: A Call for Collaborations (EN)

Medhavi Gandhi

Kaffeepause (wonder.me)

11.30- 12.30

Vermessung des (Ausstellungs-)raums

 

Von der Vermessung zur digitalen Kopie:
Eine Transformation in Zeitraffer

Georg Schroth

 
Vernetztes Kulturgut im digitalen Raum

Ina Blümel

 Die Vermessung der Stadt für einen menschenzentrierten
nachhaltigen Städtebau

Vanessa Carlow

 

12.30- 13.30

Podiumsdiskussion „Datenqualität“

 Sybille Greisinger

Mittagspause (wonder.me)

14.30- 15.30

Recap Workshop Rapid-Prototyping

Etta Grotrian (Übersee-Museum) & Andrea Geipel

Pre-Conference Workshops am 08. und 09. November 2021

Unsere Pre-Conference Workshops sind fast schon Tradition. Erneut sollen hier aktuelle Herausforderungen der alltäglichen Arbeit praktisch diskutiert und kreativ bearbeitet werden. Die Workshops werden moderiert von Dominik von Roth vom Germanischen Nationalmuseum sowie von Andrea Geipel, Johannes Sauter und Matthias Göggerle vom Deutschen Museum Digital. Die Workshops sind partizipativ gestaltet – für die Teilnahme sind keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt, außer Interesse am Thema und Lust am gemeinsamen Gestalten. Die Pre-Conference-Workshops finden erneut über Zoom und mithilfe kooperativer digitaler Werkzeuge statt.

Workshop I: Rethinking Communication – digitales Objekt und wissenschaftliche Vernetzung

Mit Dominik von Roth (GNM), Matthias Göggerle & Johannes Sauter (DMD)

Die letzten Monate haben uns alle vor neue Herausforderungen gestellt und nicht zuletzt mussten wir unsere Kommunikationsweisen hinterfragen und den Gegebenheiten anpassen. Einige Kommunikationskanäle konnten sich dabei besonders durchsetzen, andere gingen nahezu komplett verloren. Wir alle mussten lernen, Dienstreisen, große Treffen und Veranstaltungen ruhen zu lassen und teilweise komplett in den digitalen Raum zu übertragen.

Gleichzeitig soll der digitale Raum nicht als Notnagel verstanden werden. Große Initiativen wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur fordern von uns eine neue Art der Kommunikation entlang der digitalen und digitalisierten Objekte. Es entstehen neue Kommunikationsstrukturen, die es frühzeitig zu entwickeln, diskutieren und evaluieren gilt. Wie arbeiten wir in Zukunft gemeinsam am digitalen Objekt? Wie erhalten wir co-kreative Prozesse und wie speichern bzw. dokumentieren wie diese, damit ihr Kontext erhalten bleibt? Welche Werkzeuge und Regeln haben wir schon, welche brauchen wir noch?

Im Workshop „Rethinking Communication“ möchten wir in einer offenen Diskussion die bisherigen Erfahrungen sammeln und Bedarfe für die digitale Kommunikation am digitalen Objekt der Zukunft ermitteln.

Vorab möchten wir die Teilnehmenden des Workshops dazu aufrufen, uns kurze Best- und/oder Worst-Case-Erfahrungen der digitalen Kommunikation der letzten Zeit zuzusenden, damit wir den Workshop auf die persönlichen Bedürfnisse der Partizipanten zuschneiden können.

Zeit:

08. und 09. November jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr

Voraussetzungen:

Teilnehmen können alle Interessierte. Gerne können eigene Ideen mitgebracht werden. Aber auch ohne eine konkrete Idee oder Fragestellung ist die Teilnahme möglich.

Teilnahme:

Die Teilnehmendenzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

Anmeldung:

Bitte geben Sie in der Mail zur Anmeldung für die Konferenz an, ob Sie an diesem Workshop teilnehmen wollen.

Workshop II: Mit Rapid-Prototyping zur Online-Ausstellung? – Einblicke in Meaning Making Season 3

Mit Andrea Geipel (DMD)

In diesem Jahr wagen wir mit Meaning Making Season 3 wieder etwas Neues. In nur vier Online-Kurseinheiten sollen Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen ein Konzept für eine Online-Ausstellung gestalten. Dabei kommen Ideen und Techniken des Digital Storytelling, der Co-Produktion als auch des Rapid-Prototyping zur Anwendung.

Im Pre-Conference Workshop II wollen wir uns mit den Learnings aus Meaning Making Season 3 beschäftigen und ausgehend davon eigene Ideen für die Nutzung von Rapid-Prototyping Techniken für die Gestaltung von Online-Ausstellungen entwickeln. Damit folgen wir auch hier dem übergreifenden Thema des diesjährigen Symposiums: gemeinsam wollen wir die Grenzen des digitalen Ausstellungsraums vermessen. Wie können Online-Ausstellungen aussehen? Was verändert sich ausgehen davon bei ihrer Gestaltung? Und, welchen Zweck können Online-Ausstellungen erfüllen?

Neben einem Input werden wir uns vor allem mit eigenen Projektideen beschäftigen und das gerade gelernte praktisch anwenden. Am Ende sollen persönliche Ideen und aufbauend darauf auch eine Anleitung für die co-produktive Gestaltung von Online-Ausstellungen entstehen.

Zeit:

08. & 09. November jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr

Voraussetzungen:

Teilnehmen können alle Interessierte. Gerne können eigene Ideen mitgebracht werden. Aber auch ohne eine konkrete Idee oder Fragestellung ist die Teilnahme möglich.

Teilnahme:

Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

Anmeldung:

Bitte geben Sie in der Mail zur Anmeldung für die Konferenz an, ob Sie an diesem Workshop teilnehmen wollen.

Die Teilnahme am DDO ist wie immer kostenlos, wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung zur Tagung und bei Interesse zu einem der Pre-Conference Workshops (I oder II) über ddo@deutsches-museum.de bis zum 05. November 2021.

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