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Rechenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz, Nachbildung

Foto:
Inventarnr. 56956
Systematik 420.04.02 Digitale Rechengeräte / Mechanische Rechenmaschinen / Vierspeziesmaschinen
Identität Nachbildung
Beschreibung Gottlieb Wilhelm Leibniz (1646–1716) führte um 1670 als Schaltorgan einer Vierspeziesmaschine die Staffelwalze ein, eine Anordnung von Zahnrippen gestaffelter Länge. Er führte 1672 der Royal Society in London ein Modell vor und ließ 1674 in Paris eine bessere Ausführung bauen, die er 1675 der Académie des Sciences in Paris vorführte. Das französische Steueramt und das Pariser Observatorium bestellten daraufhin je eine Maschine. Zu Leibniz’ Lebzeiten konnte jedoch kein für ihn zufriedenstellend funktionierendes Exemplar angefertigt werden. Dies mag auch daran gelegen haben, dass seine Maschine „wendeläufig“ war: Die Subtraktion geschah durch Umkehrung der Drehrichtung der Antriebskurbel.
Für jede Stelle des Einstellwerks dieser (im Original um 1700 hergestellten und heute in der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover aufbewahrten) Rechenmaschine ist eine Staffelwalze als Schaltorgan vorhanden. Das Einstellwerk ist achtstellig, das Ergebniswerk 16-stellig. Der Umdrehungszähler ist nur einstellig. Der Zehnerübertrag läuft aufgrund eines Konstruktionsfehlers jedoch nur über maximal drei Stellen weiter, was Leibniz’ Schwierigkeiten mit dieser Maschine erklärt.
Beteiligte
Orte Herstellung / Nachbildung: Braunschweig
Datierung
  • Herstellung / Original: ca. 1670 - 1716
  • Herstellung / Nachbildung: 1923
Material Metall
Holz
Messing
Beschriftung Aufschrift: Nach dem Original hergestellt | und dem | DEUTSCHEN MUSEUM | in München | gewidmet von GRIMME, NATALIS & Co | AKTIENGESELLSCHAFT | Rechenmaschinenfabrik in Braunschweig | 15. Oktober 1923
Maße Objektmaß (H x B x L/T): 150 x 775 x 290 mm
Masse: 16,6 kg
Literatur
  • Anthes, Erhard; Prinz, Ina: Historische Rechenmaschinen. Arithmeum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Bonn 2010 (Patrimonia, Bd. 353). S. 25-38, Abb. 29 (BVB)
  • Bauer, Friedrich L. (Hrsg.): Informatik. Führer durch die Ausstellung (Ausstellungskatalog Deutsches Museum). Unter Mitwirkung von Erhard Anthes, Joachim Fischer, Menso Folkerts, Ulf Hashagen, Alfred Krösa, Hartmut Petzold, Ivo Schneider und Heinz Zemanek. Neuauflage München 2004. S. 99f., Abb. 100 (BVB)
  • Bauer, Friedrich L.: Rechenmaschinen. München 2000. S. 4f., Abb. 5 (BVB)
  • Theatrum Arithmetico-Geometricum, Das ist: Schauplatz der Rechen- und Meß-Kunst, Darinnen enthalten Dieser beyden Wissenschafften nöthige Grund-Regeln und Handgriffe so wohl, als auch die unterschiedene Instrumente und Machinen, welche theils in der Ausübung auf den Papier, theils auch im Felde besonderen Vortheil geben können, insonderheit wird hierinnen erkläret: Der Nutzen und Gebrauch des nicht gnugsam zu preisenden Proportional-Zirckels [...]. Leipzig 1727. S. 35-37, Abb. Taf. VIII [Scan 231] (BVB)
  • Vollrath, Hans-Joachim: Verborgene Ideen. Historische mathematische Instrumente. Wiesbaden 2013. S. 120-123, Abb. 122 (BVB)
  • Walsdorf, Ariane; Badur, Klaus; Stein, Erwin; Kopp, Franz Otto: Das letzte Original. Die Leibniz-Rechenmaschine der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek. Hannover 2014. S. 121-147 (BVB)
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