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Flugmotor Salmson AD 9

Foto:
Inventarnr. 70707
Systematik 740.07.02 Luftfahrt / Fluggerätetechnik / Kolbenmotore
Identität Original
Beschreibung Die französische Motorenfirma Salmson hatte vor und während des Ersten Weltkriegs wassergekühlte Sternmotoren bis zu einer Leistung von 30 PS gebaut. Im Jahre 1924 wurde mit der Neuentwicklung von luftgekühlten Sternmotoren der Leistungsklasse bis 40 PS begonnen. Dafür stand eine große Anzahl von Zylindern eines Motorradmotors zur Verfügung. Mit diesen relativ kleinen Zylindern, 0,33 l Hubraum, entstanden die Salmson-Motoren AD 3 (3-Zyl. 12 PS), AD 6 (6-Zyl. Doppelstern 25 PS) und AD 9 (9-Zyl. 40 PS).
Die größte Verbreitung in dieser Reihe hatte der AD 9 gefunden; er wurde in vielen europäischen Sportflugzeugen eingebaut, unter anderem in den deutschen Mustern Klemm L 22 und L 25 sowie Raab Katzenstein RK 9. In einer Caudron C 109, in der ein Salmson AD 9 eingebaut war, konnte 1925 ein internationaler Wettbewerb für Sportflugzeuge gewonnen werden. Neben vielen anderen Rekorden wurde auch ein viel beachteter Höhenrekord für Leichtflugzeuge über 6000 m aufgestellt.
Das im Deutschen Museum ausgestellte Exemplar wurde, zusammen mit weiteren Flugzeugmotoren und einer Fokker D.VII (Deutsches Museum Inv-Nr. 70703), kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs von einer Einheit der US-amerikanischen Monuments Men in einem Lagerschuppen im niederbayerischen Vilsbiburg entdeckt und 1948 dem Deutschen Museum übergeben. Ursprünglich waren die Objekte wohl für ein von Hermann Göring geplantes neues Luftfahrtmuseum in Berlin vorgesehen.
Beteiligte Herstellung: Société des Moteurs Salmson
Orte Herstellung: Boulogne-Billancourt
Datierung Herstellung: 1925
Material Metall
Kunststoff
Beschriftung Gravur: MADE IN FRANCE / SALMSON 9 NAT N 1251180
Maße Masse: 70 kg
Objektmaß (H x B x L/T): 730 x 636 x 640 mm
Technische Daten 9-Zylinder-Sternmotor, Viertakt-Ottoverfahren, luftgekühlt, einteilige Zylinder aus Stahlguss, hängende Ventile über Stoßstangen von Nockentrommel aus betätigt.
Startleistung: 40 PS (29,4 kW)
Drehzahl: 2000 U/min
Kraftstoffverbrauch: 245 g/PSh (333 g/kWh)
Hubraum: 2,98 l
Bohrung: 70 mm
Hub: 86 mm
Masse: 75 kg
Durchmesser: 630 mm
Literatur
  • Holzer, Hans: Luftfahrt. Führer durch die Ausstellung. München 2008 (Deutsches Museum). S. 85 (BVB)
  • Lange, Bruno: Das Buch der deutschen Luftfahrttechnik. 2 Bände. Mainz 1970. (BVB)
Rechtehinweis CC BY-SA 4.0
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