Direkt zum Seiteninhalt springen

Flugmotor BMW VI, geschnitten

Foto:
Inventarnr. 70708
Systematik 740.07.02 Luftfahrt / Fluggerätetechnik / Kolbenmotore
Standort Ausstellung "Historische Luftfahrt"
Zur Ausstellung im virtuellen Rundgang
Identität Original
Beschreibung Ausgehend vom Sechszylinder-Reihenmotor BMW IIIa des Ersten Weltkriegs entstand 1919 der verbesserte BMW IV, der ab 1924 in Serie hergestellt wurde. Als eine Art Verdoppelung des BMW IV wurde der 12-Zylinder-V-Motor BMW VI entwickelt, dessen erste Serienmotoren 1926 die Musterprüfung bestanden. Vom BMW VI sind zahlreiche Varianten gebaut worden, mit unterschiedlichen Verdichtungen zwischen 1:6,0 und 1:7,3, mit und ohne Untersetzungsgetriebe, mit Wasserkühlung sowie mit Heißkühlung. Bei der Heißkühlung wurde Glykol verwendet, was eine höhere Betriebstemperatur sowie kleinere Kühler ermöglichte.
Weltbekannt wurden die BMW VI-Motoren durch eine Reihe von Rekord- und Langstreckenflügen. BMW VI-Motoren bildeten die Grundlage vieler ziviler und militärischer Flugzeugentwicklungen in Deutschland. Die bekanntesten damit ausgerüsteten Flugzeugmuster waren die Dornier Wal und Superwal-Flugboote, Dornier Do 17 und Do 23, Heinkel He 45, He 51, He 70 und He 111. Nachbau in Lizenz erfolgte in Japan, in der Tschechoslowakei und in Russland. Der BMW VI-Motor war der leistungsstärkste deutsche Flugmotor zum Ende der 1920er Jahre.
Das im Deutschen Museum ausgestellte Exemplar wurde, zusammen mit weiteren Flugzeugmotoren und einer Fokker D.VII (Deutsches Museum Inv-Nr. 70703), kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs von einer Einheit der US-amerikanischen Monuments Men in einem Lagerschuppen im niederbayerischen Vilsbiburg entdeckt und 1948 dem Deutschen Museum übergeben. Ursprünglich waren die Objekte wohl für ein von Hermann Göring geplantes neues Luftfahrtmuseum in Berlin vorgesehen.
Beteiligte
Orte Herstellung: München
Datierung Herstellung: 1926 - 1928
Material Metall
Beschriftung Aufschrift: Werk-Nr. 16189
Maße Objektmaß (H x B x L/T): 1140 x 850 x 2000 mm
Masse: 550 kg
Technische Daten 12-Zylinder-V-Motor, wassergekühlt, Viertakt-Ottoverfahren, mit zwei im Winkel von 60° zueinander geordneten Reihen von Einzelzylindern. Obenliegende Nockenwellen, Trockensumpfschmierung. Einige Baureihen mit Heißkühlung unter Verwendung einer Glykol-Wasser-Mischung. Angelenktes Nebenpleuel ergibt unterschiedlichen Hub. Letzter überbemessener und überverdichteter Höhenmotor einer langen Entwicklungsreihe.
Startleistung: 680 PS (500 kW)
Drehzahl: 1700 U/min
Kraftstoffverbrauch: 225 g/PSh (306 g/kWh)
Hubraum: 46,9 l
Bohrung: 160 mm
Hub: 190/199 mm
Masse: 510 kg
Literatur
  • Lange, Bruno: Das Buch der deutschen Luftfahrttechnik. 2 Bände. Mainz 1970. (BVB)
Rechtehinweis CC BY-SA 4.0
XML-Datensatz Zum Austausch und Weiterverarbeitung der Daten nutzen wir maschinenlesbare, standardisierte Formate. Für Daten aus den Objektsammlungen steht LIDO-XML zur Verfügung. Die Daten aus der Bibliothek werden als METS/MODS-XML und die des Archivs als EAD-XML bereitgestellt.

XML-Datensatz herunterladen
Bilder Einzelne Bilder in der über das Pfeil-Symbol in der Menüleiste unter der Bildansicht herunterladen werden. Der Download beinhaltet das jeweils angezeigte Bild im JPEG-Format in mittlerer Auflösung, das in einem ZIP-Container eingebettet ist.
Hochauflösende Digitalisate, Konvolute Hochauflösende Bilder und 3D-Modelle sowie Daten- und Bildkonvolute (z.B. alle Bilder zu einem Objekt) stellen wir gerne auf Anfrage zur Verfügung.
Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kommentare haben, benutzen Sie bitte das Formular, um mit uns in Kontakt zu treten oder senden Sie eine E-Mail an: digital@deutsches-museum.de.