Inventarnr.
74216T1
Systematik
740.05.02 Luftfahrt / Luftfahrt-Bodenanlagen / Simulationsanlagen
Identität
Original
Beschreibung
Edward Link entwickelte bereits in den frühen 1930er-Jahren seine Flugsimulatoren namens Link-Trainer. Mit dem Modell ANT-18, auch „Blue Box“ genannt, lernten ab Mitte der 1930er-Jahre mehr als 500 000 Piloten der US Army und Navy das Fliegen am Boden – eine kostengünstige und risikofreie Methode. Das Gerät konnte sich um alle drei Raumachsen bewegen – dies war zum damaligen Zeitpunkt revolutionär. Link, selbst Inhaber einer Fluglizenz, stammte aus einer Familie von Instrumentenbauern, und so entlieh er die verwendete Bewegungsmechanik und -pneumatik aus dem Orgelbau.
Alle wichtigen Instrumente waren vorhanden und zeigten dem Flugschüler simulierte Werte zum Flugzustand des „Flugzeugs“. Eine blickdichte Haube erlaubte die Simulation von Blind- und Nachtflügen. Wie in einem echten Flugzeug musste der Schüler mit dem Fluglehrer über ein Headset sprechen. Vergnügungsparks kauften die ersten Link-Trainer. Nach der Weltwirtschaftskrise interessierten sich auch die zunächst skeptischen Airlines und das Militär für die Geräte. Der ANT-18 kam weltweit zum Einsatz. Auch die Piloten der neuen Lufthansa sammelten damit erste Erfahrungen.