Museum4punkt0

Projekt Museum4punkt0 - Digitale Strategien für das Museum der Zukunft

Im Verbundprojekt museum4punkt0 erproben und evaluieren sechs deutsche Kultureinrichtungen innovative Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien in Museen. Neben der Entwicklung digitaler Instrumente für Vermittlung, Bildung, Kommunikation und Forschung soll das gewonnene Wissen auch in Form von Dokumentation und Best-Practice-Leitfäden mit anderen Kultureinrichtungen geteilt werden.


Das Deutsche Museum widmet sich im Rahmen von „museum4punkt0“ vor allem den zahlreichen Möglichkeiten der Erstellung und Nutzung von 3D-Visualisierungen. Einerseits erprobt es die unterschiedlichen Techniken zur Herstellung von 3D-Digitalisaten. Andererseits wird es Anwendungen und Methoden entwickeln, die effektiven Einsatz von 3D-Technologie im Museum ermöglichen. Um vom analogen Objekt zur optimal nutzbaren digitalen Ressource zu gelangen, prüft das Deutsche Museum, welche Techniken und Arbeitsabläufe idealerweise einzusetzen sind, um ökonomisch zu arbeiten und gleichzeitig möglichst vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für die Digitalisate zu erzielen.


Für das digital storytelling in virtuellen Museumswelten erprobt das Museum Gamification- bzw. Edutainment-Ansätze. Dazu gehört die inhaltliche Aufbereitung und Kontextualisierung von 3D-Inhalten, aber auch die Entwicklung von Animationsszenarien. Mit diesem Ansatz sollen etwa die Funktionsweisen von Maschinen in ihrem originalen Kontext vermittelt werden. Und schließlich werden verschiedene Anwendungen zur Vermittlung der so erstellten dreidimensionalen Inhalte entwickelt: In den Ausstellungen werden virtuelle Erlebnisräume für die Besucher geschaffen. Augmented Reality-Anwendungen für mobile Endgeräte sollen u.a. den Vergleich zwischen virtuellen Objekten und realen Objekten in der Ausstellung erlauben, Zusatzinformationen einblenden oder spielerisch Wissen vermitteln. Über das Web können die Inhalte zur weiteren Nachnutzung etwa mit Virtual Reality-Brillen angeboten werden.


Im Rahmen einer engmaschigen wissenschaftlichen Begleitforschung der praxisnahen Fallstudien sollen Normen und Standards definiert und in Form einer umfassenden Dokumentation festgehalten werden.