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Als Horizontalintensit&#xE4;t bezeichnet man die waagrechte Komponente des Magnetfeldes im Gegensatz zur Vertikalintensit&#xE4;t. Die sogenannte "Gau&#xDF;'sche Methode" beruht auf der Wechselwirkung zwischen dem &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#erdmagnetfeld" title="Erdmagnetfeld"&gt;Erdmagnetfeld&lt;/a&gt; und einem frei schwingenden Magnetstab. Dieses aufw&#xE4;ndige Verfahren besteht aus drei unabh&#xE4;ngigen Messungen: des Ablenkwinkels, der Schwingungsdauer und des &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#tr&#xE4;gheitsmoment" title="Tr&#xE4;gheitsmoment"&gt;Tr&#xE4;gheitsmoment&lt;/a&gt;es. Wenn die Orientierung des Magnetstabes von der Nord-S&#xFC;d-Richtung des &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#erdmagnetfeld" title="Erdmagnetfeld"&gt;Erdmagnetfeld&lt;/a&gt;es abweicht, &#xFC;bt dieses ein Drehmoment auf den Stab aus und es entsteht eine harmonische Schwingung. F&#xFC;r die Messung des Ablenkungswinkels dienen ein Fernrohr (Theodolit), ein Spiegel sowie eine Millimeterskala (siehe Inventarnummer 1096); das &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#tr&#xE4;gheitsmoment" title="Tr&#xE4;gheitsmoment"&gt;Tr&#xE4;gheitsmoment&lt;/a&gt; des Magnetstabes wurde mit Zusatzgewichten bestimmt (siehe Inventarnummer 1109). Der Magnetstab wurde in einem Holzgeh&#xE4;use gegen &#xE4;u&#xDF;ere Einwirkungen gesch&#xFC;tzt (siehe Inventarnummer 1835). F&#xFC;r die Messungen zur Horizontalintensit&#xE4;t werden zwei ann&#xE4;hernd identische Magnetst&#xE4;be ben&#xF6;tigt, die abwechselnd als "Hauptstab" und als "Hilfsstab" verwendet werden. Zur Beeinflussung der Schwingungsamplitude des Magneten wird ein dritter sogenannter "Beruhigungsstab" benutzt. Die St&#xE4;be wurden zun&#xE4;chst aus dem Stahl der Sollinger Eisenh&#xFC;tte gegossen; sp&#xE4;ter verwendete Meyerstein Uslarer Gussstahl. Die Magnetisierung erfolgte durch andere Magnete und stellte ein kompliziertes Verfahren dar. Neben der g&#xE4;ngigen Magnetstabgr&#xF6;&#xDF;e wurden auch andere Gr&#xF6;&#xDF;en und Massen eingesetzt, um deren Einfluss auf die Messparameter zu untersuchen. Insbesondere Gau&#xDF;' Annahme, schwerere Magnetst&#xE4;be erbringen genauere Messungen, erwies sich dadurch als falsch. Die Belastung der Statik und die wachsende Tr&#xE4;gheit durch gr&#xF6;&#xDF;ere St&#xE4;be beeintr&#xE4;chtigten die Prozedur.  In den Messingstab ist auf einer Seite ein Magnetstab eingelegt. Wahrscheinlich sollte damit gezeigt werden, dass nicht nur massive Eisenst&#xE4;be, sondern auch ein von anderem Metall umgebener Magnet genauso von einem &#xE4;u&#xDF;eren Magnetfeld beeinflusst wird.</lido:descriptiveNoteValue></lido:objectDescriptionSet><lido:objectDescriptionSet lido:type="Historische Bedeutung"><lido:descriptiveNoteValue lido:label="publish">Die Erfassung erdmagnetischer Gr&#xF6;&#xDF;en geht auf Alexander von Humboldt (1769-1859) zur&#xFC;ck, der 1829 ein europaweites Beobachtungsnetzwerk ins Leben rief. Carl Friedrich Gau&#xDF; (1777-1855), der sich bereits seit Jahren theoretisch mit dem Erdmagnetismus besch&#xE4;ftigte, beteiligte sich zusammen mit Wilhelm Weber (1804-1891) aus G&#xF6;ttingen ab 1833 an dem Vorhaben. Mit der Gr&#xFC;ndung des "magnetischen Vereins" schufen sie eine Kooperation zwischen verschiedenen magnetischen Observatorien, die r&#xE4;umliche und zeitliche Variationen des &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#erdmagnetfeld" title="Erdmagnetfeld"&gt;Erdmagnetfeld&lt;/a&gt;es messen sollten. Das vorliegende Magnetometer ist eine Art Standardapparatur f&#xFC;r diesen Zweck, das gr&#xF6;&#xDF;tenteils in G&#xF6;ttingen hergestellt und in die ganze Welt verkauft wurde.  Bereits 1837 existierten nach Gau&#xDF;' Aussagen bereits 23 Messstationen, die mit derartigen oder &#xE4;hnlichen Instrumenten ausger&#xFC;stet waren. Ein Gro&#xDF;teil der Magnetometer wurde vom G&#xF6;ttinger Instrumentenmacher Moritz Meyerstein (1808-1851) hergestellt,  aber auch Friedrich Ludwig Apel (1786-1851) und Friedrich Wilhelm Breithaupt (1780-1855) in Kassel belieferten die magnetischen Observatorien. Neben dem Modell im runden Schwingungskasten baute Meyerstein sowohl gr&#xF6;&#xDF;ere und stabilere Ausf&#xFC;hrungen (zum Beispiel f&#xFC;r den Direktor des Wiener astronomischen Observatoriums Josef Littrow (1781-1840)) als auch tragf&#xE4;hige Reisemagnetometer (siehe Inventarnummer 861). 1877 berichtete er &#xFC;ber eine Ausfertigung, die bereits in einen Kasten mit den Ma&#xDF;en 23x21x21 Zentimeter passte.  Das vorliegende Magnetometer ist ein sogenannter Unifilar-Magnetometer, da der Magnetstab an nur einem einzelnen Seidenfaden aufgeh&#xE4;ngt ist. Bereits 1837 publizierte Gau&#xDF; Ideen zu einem Bifilar-Magnetometer, bei dem ein an zwei F&#xE4;den aufgeh&#xE4;ngter Magnetstab besonders zur Messung der schwachen Variationen des &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#erdmagnetfeld" title="Erdmagnetfeld"&gt;Erdmagnetfeld&lt;/a&gt;es dienen sollte.  Gau&#xDF; pr&#xE4;sentierte das Verfahren zur Bestimmung der "Intensit&#xE4;t der erdmagnetischen Kraft" in absoluten Ma&#xDF;einheiten erstmals in einem Vortrag 1832 vor der G&#xF6;ttinger Akademie der Wissenschaften. Dabei bezieht sich "absolut" sowohl auf die Tatsache, dass seine Messmethoden das magnetische Moment eines Magnetstabes und die Intensit&#xE4;t des &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#erdmagnetfeld" title="Erdmagnetfeld"&gt;Erdmagnetfeld&lt;/a&gt;es bestimmten als auch die R&#xFC;ckf&#xFC;hrung der Ma&#xDF;einheiten auf die Basiseinheiten L&#xE4;nge (Meter), Masse (Kilogramm) und Zeit (Sekunde). Besonders die gleichzeitige Messung von Feldintensit&#xE4;t und magnetisches Moment eliminierte das Problem, dass sich die Messmagnetst&#xE4;be und ihre magnetischen Eigenschaften mit der Zeit ver&#xE4;nderten und so die Beobachtungen beeinflussten. Au&#xDF;erdem &#xFC;bertrug Gau&#xDF; zwei astronomische Messmethoden als Standardwerkzeug physikalischer Experimentierpraxis von der Astronomie auf die Physik: die &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#auge-ohr-methode" title="Auge-Ohr-Methode"&gt;Auge-Ohr-Methode&lt;/a&gt; und die &lt;a href="/projekte/gruendungssammlung/glossar/#methode kleinster quadrate" title="Methode kleinster Quadrate"&gt;Methode kleinster Quadrate&lt;/a&gt;.</lido:descriptiveNoteValue></lido:objectDescriptionSet></lido:objectDescriptionWrap><lido:objectMeasurementsWrap><lido:objectMeasurementsSet><lido:objectMeasurements><lido:measurementsSet><lido:measurementType>H&#xF6;he</lido:measurementType><lido:measurementUnit>mm</lido:measurementUnit><lido:measurementValue>56.00</lido:measurementValue></lido:measurementsSet><lido:measurementsSet><lido:measurementType>Breite</lido:measurementType><lido:measurementUnit>mm</lido:measurementUnit><lido:measurementValue>37.00</lido:measurementValue></lido:measurementsSet><lido:measurementsSet><lido:measurementType>Tiefe</lido:measurementType><lido:measurementUnit>mm</lido:measurementUnit><lido:measurementValue>290.00</lido:measurementValue></lido:measurementsSet><lido:measurementsSet><lido:measurementType>Masse</lido:measurementType><lido:measurementUnit>kg</lido:measurementUnit><lido:measurementValue>0.50</lido:measurementValue></lido:measurementsSet><lido:extentMeasurements>Ganzes 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