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Zitierweise
Gründungssammlung des Deutschen Museums.
Bearbeitet von Julia Bloemer und Benjamin Mirwald, Version vom 26.07.2021
Lizenz Bild & Text: Creative Commons License
Forschungsdaten
Vergleichsmaßstab
Inventarnummer:
1512
Einordnung
Typ:
Maßstab <Messtechnik>
Fachgebiet:
Messen
und
Maße
Stichwörter:
Straubing, Hoffuß, Landschuh, Landfuß, Paris, Wien, Rheinland, England, Zürich, Bayerisch-Akademisch, Fuß, Messen, Vergleich
Tags:
inch, foot, scale, comparison, measuring rod, measurement
Beschreibung
Funktionsweise:

Diese Skalenplatte war weniger zu Vergleichsmessungen als vielmehr zur Veranschaulichung der Unterschiede verschiedener Fußmaße geeignet. Andernfalls wäre sie nicht nur aus wenig ... mehr anzeigen

Diese Skalenplatte war weniger zu Vergleichsmessungen als vielmehr zur Veranschaulichung der Unterschiede verschiedener Fußmaße geeignet. Andernfalls wäre sie nicht nur aus wenig widerstandsfähigem Papier auf Holz gefertigt worden. Papier bot indes den Vorteil, dass darauf sehr feine Striche eingetragen werden konnten, was der Hersteller Baader ausnutzte. Im oberen Teil verglich er verschiedene in Bayern übliche Fußmaße (statt Fuß wurde synonym oft auch "Schuh" benutzt): Den "Bayerischen Fuß" sowie den "Bayerischen Landfuß", den "Münchner Hoffuß", den "Akademischen Fuß" sowie den "Straubinger Fuß". Im unteren Teil machte Baader einen internationalen Vergleich zwischen den Fußmaßen des Bayerisch-akademischen, des Züricher, des Englischen, Rheinländischen, Wiener sowie des Pariser Fußes. Dabei sind diese Fußmaße jeweils sowohl in zehn (Dezimal) als auch in zwölf (Duodezimal) Zoll unterteilt, und hier sowohl der erste als auch letzte Zoll noch einmal in zehn respektive zwölf Linien. Weniger anzeigen

Historische Bedeutung:

Noch um 1850 bestanden im deutschsprachigen Raum Dutzende bis hunderte verschiedene Definitionen der Länge eines Fuß oder Schuh. Eine Vereinheitlichung fand erst im Norddeutschen Bund, dann bei der ... mehr anzeigen

Noch um 1850 bestanden im deutschsprachigen Raum Dutzende bis hunderte verschiedene Definitionen der Länge eines Fuß oder Schuh. Eine Vereinheitlichung fand erst im Norddeutschen Bund, dann bei der Gründung des Deutschen Reiches 1871 und nochmals bei dessen Beitritt zur Internationalen Meterkonvention 1875 statt. Bis dahin waren selbst in einer Region wie Bayern diverse lokale Maße üblich. Um die Definitionshohheit entwickelte sich teilweise sogar eine tiefe Konkurrenz, zum Beispiel bei der Definition des Bayerischen Landschuhes: Hier wollten sowohl die Städte München als auch Landshut das eigene Maß als das verbindliche durchsetzen - kein Wunder, dass Gelehrte wie Joseph Baader (1763-1835) Vergleichsmaßstäbe benötigten. Weniger anzeigen

Herstellung:
Ort: Reichenhall 1797
Hersteller: Baader, Joseph Anton Ignaz von
Eigenschaften
Material:
Ganzes Objekt: Glas, Holz
Farbe:
Ganzes Objekt: braun, ocker
Beschriftungen:
Boden, Inventarnummer, Papieraufkleber: 1512
Rahmen, außen, Inventarnummer, silberner Aufkleber: Deutsches Museum / München, Inv.-Nr. / 05/1512
Skalenplatte, Skalenbeschriftungen, deutsch: Größe u. Vergleichung des 1. von mir zuerst geprüften Bairischen: 2 im Jahr 1732 ausgetheilten Bair[ischen] LandFußes: 3 Münchner HofF[uß]: 4 Akademischen F[uß]: u. 5. Straubinger Fußes / B. 1 / B. 2 / B. 3 / B. 4 / B. 5 / Vergleichung des Bairisch-Akademischen Fußes mit dem Zürcher - Englischen- Rheinlandischen - Wiener - und Pariser Decimal u. Duodecimal Fuße. / B' / Z' / E' / R' / W' / P' [Fortsetzung an einer anderen Stelle des Objekts] Untersucht u. gezeichnet von Math. I. Baader zu Reichenhall im Iunius 1797.
Skalenplatte, Inventarnummer: 1512
Maße:
Ganzes Objekt: Breite 382mm, Höhe 19mm, Tiefe 85mm, Masse 0,38kg
Quellen