Gründungssammlung
Start | Suchergebnisse| Detailansicht | Zurück
Kontakt
Ist Ihnen etwas aufgefallen? Oder wissen Sie mehr?
Mail: email hidden; JavaScript is required
Vielleicht haben Sie eine technische Frage zu diesen Seiten?
Mail: email hidden; JavaScript is required
Zitierweise
Gründungssammlung des Deutschen Museums.
Bearbeitet von Julia Bloemer und Benjamin Mirwald, Version vom 27.10.2021
Lizenz Bild & Text: Creative Commons License
Forschungsdaten
Analysenwaage
Inventarnummer:
48860
Einordnung
Typ:
Waage
Naturwissenschaftliches Instrument
Fachgebiet:
Messen
und
Maße
Bezüge:
Ergänzung durch: 48860Z1
Stichwörter:
Gewicht, Gehäuse, Chemie, Analyse, Präzision, Waagbalken, Waagschale, Waage
Tags:
weight, housing, chemics, analysis, precision, measurement, measuring, weighing scales
Beschreibung
Funktionsweise:

Um die Waage zur Wägung vorzubereiten, kann sie mittels zweier Rändelschrauben zunächst nivelliert werden. Dazu dient das Pendel, das an der Trägersäule des Waagbalkens aufgehängt ist: Seine ... mehr anzeigen

Um die Waage zur Wägung vorzubereiten, kann sie mittels zweier Rändelschrauben zunächst nivelliert werden. Dazu dient das Pendel, das an der Trägersäule des Waagbalkens aufgehängt ist: Seine Spitze muss auf eine im Sockel des Trägers eingelassene Markierung zeigen. Ein Knopf zwischen den beiden Schubladenfächern der Waage ist herausziehbar: Zieht man an ihm, so wird über ein Gestänge der Träger des Waagbalkens angehoben. Die Waagschalen, die zuvor auf dem Kastenboden aufsitzen, können sich dadurch frei bewegen. Diese Vorrichtung stellt eine ganz einfache Arretierung dar, obwohl der Waagebalken zu jedem Zeitpunkt frei beweglich bleibt. Zur Bedienung der Waage lässt sich eine Seite des Glaskastens nach oben schieben. Dann können die Schalen beladen und die Arretierung gelöst werden. Der Waagbalken ist auf zwei nach unten weisenden Schneiden gelagert, die auf kleinen Metallplättchen aufsitzen. Die Plättchen sind aus silbernem Metall (wohl Stahl) und am oberen Ende des u-förmigen Trägers eingelassen. Am trapezförmigen Waagbalken sind sowohl oben und unten als auch links und rechts feine Gewinde mit aufgeschraubten Justiergewichten angebracht. Sie erlauben, den Waagbalken fein auf die Nullstellung auszutarieren. Für die Verschraubung der Gewichte ist in der zugehörigen Schublade ein kleines Werkzeug beigelegt. Am linken und rechten Ende des Balkens laufen die Gewinde in Spitzen aus, die zugleich als Zeiger dienen. Diese Zeiger weisen je auf eine leicht gekrümmte Skala, die von -12 bis +12 Skalenteilen reicht. Am Befestigungspunkt der Gewinde sind auf nach oben weisenden Schneiden die Aufhängungen für die Waagschalen gelagert: je eine Schneide nach vorn und hinten trägt eine Dose von innen; die Dosen sind unterhalb des Balkens verbunden und mit einer Bohrung versehen. In diese greift der Haken, mit dem die Waagschalen aufgehängt sind. Der Haken ist in ein ovales Metallband geschraubt, so dass die Höhe der Waagschale um einige Millimeter justiert werden kann; das Metallband schließlich trägt die Schalen selbst. Unter der linken Waagschale ist ein Teil des Bodens herausziehbar eingefügt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass anstelle dieses Bodenteils ein Standzylinder für hydrostatische Messungen in die Waage gestellt werden konnte. Weniger anzeigen

Historische Bedeutung:

Mit der Analysenwaage versuchte der Instrumentenbauer Joseph Liebherr (1767-1840), sein Spektrum an Messgeräten zu erweitern. Sein Herstellungsrepertoir bestand ansonsten vor allem aus Uhren und ... mehr anzeigen

Mit der Analysenwaage versuchte der Instrumentenbauer Joseph Liebherr (1767-1840), sein Spektrum an Messgeräten zu erweitern. Sein Herstellungsrepertoir bestand ansonsten vor allem aus Uhren und astronomischen Instrumente. Liebherrs Waage erweckt den Eindruck, dass sie eine ähnliche Genauigkeit wie andere Präzisionswaagen erreichen sollte, durch eine sehr einfache Arretiervorrichtung und ihre begrenzten Abmessungen aber preiswert bleiben sollte. Die Waage produzierte Liebherr in einer Zeit, in der an Universitäten und höheren Schulen zunehmend mehr Chemielabore zu Lehrzwecken eingesetzt wurden. Die Studenten sollten nicht nur den prinzipiellen Gebrauch von Waagen lernen, sondern auch das implizite Wissen, das für erfolgreiche Messungen nötig war: So erforderte es viel Geduld und Handfertigkeit, eine Waage wie diese Analysenwaage zu justieren. Weniger anzeigen

Herstellung:
Ort: München 1824
Hersteller: Liebherr, Joseph
Eigenschaften
Material:
Gehäuse: Holz, Metall, Glas
Waage: Messing, Metall
Farbe:
Gehäuse: gold, braun
Waage: gold
Beschriftungen:
Aufhängung des Waagbalkens, Herstellersignatur: J. Liebherr in München
Maße:
Gehäuse: Breite 412mm, Höhe 345mm, Tiefe 197mm
Ganzes Objekt: Masse 4,18kg
Waage: Breite 246mm, Höhe 210mm, Tiefe 55mm
Waagbalken: Breite 230mm, Höhe 45mm, Tiefe 25mm
Waagschalen: Durchmesser 59mm, Breite 101mm, Höhe 162mm
Pendel: Länge 166mm