Gründungssammlung
Start | Detailansicht | Zurück
Kontakt
Ist Ihnen etwas aufgefallen? Oder wissen Sie mehr?
Mail: email hidden; JavaScript is required
Vielleicht haben Sie eine technische Frage zu diesen Seiten?
Mail: email hidden; JavaScript is required
Zitierweise
Gründungssammlung des Deutschen Museums.
Bearbeitet von Julia Bloemer und Benjamin Mirwald, Version vom 23.09.2019
Lizenz Bild & Text: Creative Commons License
Forschungsdaten
Pneumatisches Feuerzeug
Inventarnummer:
169
Einordnung
Typ:
Feuerzeug
Naturwissenschaftliches Instrument
Fachgebiet:
Wärme
Stichwörter:
Kolben, Thermodynamik, Pumpe, Temperatur, Zunder, Zündung
Tags:
thermodynamics, pump, ignition, temperature, tinder, heat, fire piston
Beschreibung
Funktionsweise:

Das Instrument erlaubte es, die Luft darin so stark zu komprimieren, dass die Zündtemperatur von leicht entflammbaren Stoffen übertroffen wurde. Dies funktioniert, weil Gas, wie in einer Luftpumpe, ... mehr anzeigen

Das Instrument erlaubte es, die Luft darin so stark zu komprimieren, dass die Zündtemperatur von leicht entflammbaren Stoffen übertroffen wurde. Dies funktioniert, weil Gas, wie in einer Luftpumpe, hier durch schnelles Zusammenpressen heißer wird. Unter dem abschraubbaren Knauf aus Holz und einer Dichtung befindet sich ein kleines Loch, das in das Innere des Kolbens führt. Wahrscheinlich konnte hier ein Draht eingespannt werden, an dem im Inneren des Kolbens ein Stück Zunderschwamm oder ähnliches befestigt wurde. Dieses Stück wurde durch die schnelle Kompression entzündet. Um die Flamme zu nutzen, musste der Kolben allerdings zügig wieder herausgezogen werden, andernfalls würde die Flamme ersticken. Zudem kühlt das enthaltene Gas ab, sobald man sein Volumen wieder ausdehnt. Beides kann durch das schnelle Abschrauben des Knaufs verhindert werden. Weniger anzeigen

Historische Bedeutung:

Ende des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die Erfahrung, dass Kompression für Zündzwecke benutzt werden konnte. Die damalige Vorstellung, Wärme sei ein Stoff, stand im Einklang mit dem Phänomen: ... mehr anzeigen

Ende des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die Erfahrung, dass Kompression für Zündzwecke benutzt werden konnte. Die damalige Vorstellung, Wärme sei ein Stoff, stand im Einklang mit dem Phänomen: Durch die Kompression würde der Wärmestoff in den Zunder gepresst. So ließ sich das pneumatische Feuerzeug gut als Lehrmittel nutzen und war in vielen physikalischen Sammlungen vorhanden. Dort wurde es wohl öfter als in der Praxis benutzt. Nicht nur war es schwerer als um 1800 schon verbreitete chemische Zündmethoden, es war in der Praxis auch schwieriger zu handhaben. Das Prinzip wurde aber in technischen Geräten etwa in der amerikanischen Pulverramme umgesetzt, und wird bis heute im Dieselmotor genutzt. Weniger anzeigen

Herstellung:
1780 bis 1810
Eigenschaften
Material:
Ganzes Objekt: Materialien, gewachsene, natürlich, sonst., Leder, Holz, Messing, Glas
Beschriftungen:
Glaszylinder, Inventarnummer (weiße Farbe): 169
Maße:
Ganzes Objekt: Durchmesser 36mm, Höhe 350mm, Masse 0,84kg
Glaszylinder: Innendurchmesser 14mm, Außendurchmesser 30mm
Quellen