Notenrollensammlung
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88 Philag

Hersteller

Philipps AG (Frankfurt am Main)

Herstellungszeitraum

Ab 1923

Spielbare Töne/Tonumfang

88

Interpretationscodierung

Lochung: Doppelte Lochreihe an Rändern (Solodant) zur Betonung der Melodietöne sowie Lochungen zur Steuerung des Pedals zur Dämpfungsaufhebung.

 

Beschriftung: Aufgedruckte, gepunktete Dynamiklinie, teils aufgedruckte Tempoangabe.

Laufrichtung

Abwärts

Wangen und Mitnehmer

Wangen aus schwarz lackiertem Holz. Wangenform entsprechend den Vorgaben der Chicago Convention 1911: beide Wangen mit runden Vertiefungen, eine mit zusätzlichem Schlitz zur Aufnahme des Mitnehmers.
Mitnehmer rechts.

Papierfarbe

Beige

Papierbreite

286 mm

Sonstige Merkmale

Handgespielte Künstler-Notenrollen

Abspielinstrumente

Insg.: Klavier mit 88er Skala

Literatur

Birgit Heise: Mechanische Musikinstrumente und Bestandteile aus Leipzig. In: Das mechanische Musikinstrument 32 (2006), Nr. 96, S. 24.
Jürgen Hocker: Notenrollenfabriken und Hersteller von Notenrollenzubehör. In: Das mechanische Musikinstrument 13 (1987), Nr. 43, S. 36–46, 40.

Beispiele & Merkmale

Inv.-Nr. 1992-277T134 Rolle anzeigen

Inv.-Nr. 2014-1031 Rolle anzeigen

88 Philag der Philipps AG, Frankfurt a.M. Rollennr. D. No. 641, F. v. Bose spielt I. J. Paderewski: Menuett op. 14 No. 1. Inv.-Nr. 1992-277T134. Die Rolle zeigt eine gepunktete Dynamiklinie, die beim Abspielen mittels Handhebel verfolgt werden kann. Das Stück beginnt in piano. Die Lochungen an den Rändern regulieren die Betonung der Melodietöne (Solodant) sowie das Pedal zur Dämpfungsaufhebung. Der Diskant befindet sich oben, der Bass unten auf der abgebildeten Rolle.

88 Philag der Philipps AG, Frankfurt a.M. Rollennr. 517, A. Grünfeld spielt R. Wagner, L. Brassin: Feuerzauber aus "Die Walküre". Inv.-Nr. 2014-1031. Stempel am Beginn der Perforierung zeigen das Abspieltempo 90-100 sowie eine gepunktete Dynamiklinie, die beim Abspielen mittels Handhebel verfolgt werden kann; das Stück soll in fortissimo beginnen. Die Lochungen an den Rollenrändern steuern als doppelte kleine Lochungen die Betonung der Melodietöne (Solodant) sowie als Lochketten das Pedal zur Dämpfungsaufhebung. Der Diskant befindet sich oben, der Bass unten auf der abgebildeten Rolle.

Wangen des Rollentyps 88 Philag