Notenrollensammlung
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73 Phonoliszt

Hersteller

Ludwig-Hupfeld-Aktiengesellschaft (Leipzig)    

Herstellungszeitraum

Ab 1904

Spielbare Töne/Tonumfang

72

Interpretationscodierung

Lochung: Automatisches Betonungssystem (drei verschiedene Lautstärkestufen). Interpretationscodierung für Klavier nach speziellem Phonoliszt System.

 

Beschriftung: Üblicherweise keine

Laufrichtung

Aufwärts

Wangen und Mitnehmer

Wangen aus hellem Holz. Mitnehmerstift rechts und aus Metall.

Papierfarbe

Beige

Papierbreite

296 mm

Sonstige Merkmale

Auf Etiketten meist Aufschrift „Pt“ für Phonoliszt.

In Hupfelds Notenrollenkatalogen ab 1921 wurden Notenrollen mit den Ziffern 4–29 versehen, die für verschiedene Preisgruppen standen. Ab 1928 verwendete Hupfeld auf den Etiketten häufig die römischen Ziffern I, II oder III. Diese standen für die Preisekategorien 3,00, 4,50 und 6,25 RM.

Weitere teils auf die Etiketten gedruckte Kürzel waren „A“ (= Begleitrolle zu Gesang oder Instrumentalmusik), T (= Tanzmusik) und O (= handgezeichnete, nicht von Interpret/-in eingespielte Notenrolle).

Papier oftmals mit Wasserzeichen (Schriftzug „Phonola“, Herstellungsjahr und Kürzel des Papierherstellers, z.B. „H & E“ für Hoffman und Engelmann in Neustadt auf der Haardt). Auf diese Firma verweist auch das seltene Wasserzeichen mit Notenschlüssel und den Notenzeichen h und e.

Weitere Bemerkungen

„Phonoliszt ist eine elektrische ‚Version’ der in ein Klavier eingebauten Phonola mit einfacher dynamischer Differenzierung.“ (J. Hocker 2009, S. 76). „Elektrisch“ bezieht sich in diesem Fall auf den Antrieb durch einen Motor. Die Notenrolle wird nicht mit Pedal betrieben.

Abspielinstrumente

Insg.: Phonoliszt-Klavier (elektrischer Antrieb)

Literatur

Jürgen Hocker: Faszination Player Piano. Das selbstspielende Klavier von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bergkirchen 2009, S. 76.
Gabriele Kämpfe, Eszter Fontana: Historische Tonträgersammlung. Bestandskatalog I. Notenrollen für Kunstspiel- und Reproduktionsklaviere. Leipzig 2009, Einführung S. 3.
Hans-W. Schmitz: „Ein Essay über Hupfelds Notenrollen. Entstehungsgeschichte der Instrumente und Notenrollen“. In: Das mechanische Musikinstrument 26 (2000), Nr. 79, S. 16–22, 16.
Ders.: „Übersicht über Hupfeld-Notenrollen”. In: Das mechanische Musikinstrument 26 (2000), Nr. 79, S. 23f.
Larry Sitsky: The Classical Reproducing Piano Roll. A Catalogue-Index. Vol. I: Composers. New York 1990, S. xxvii–xxxi.

Beispiele & Merkmale

Inv.-Nr. 2004-403 Rolle anzeigen

Inv.-Nr. 2004-427 Rolle anzeigen

73 Phonoliszt der Ludwig Hupfeld AG, Leipzig. Rollennr. 3356, R. Wagner: Die Walküre Feuerzauber. Inv.-Nr. 2004-403. Die Rollen dieses Typs werden nicht von einem Spieler oder einer Spielerin interpretiert, sondern einzig vom Instrument ausgelesen, so dass keine visuellen Markierungen vorhanden sind. Die Perforierungen für die dynamische Differenzierung befinden sich in fünf Spuren im Bereich der Rollenmitte. Der Diskant befindet sich unten, der Bass oben auf der abgebildeten Rolle.

73 Phonoliszt der Ludwig Hupfeld AG, Leipzig. Rollennr. 10019, K-K-K-Katy Foxtrot Tanzrolle - Rouleau de danse - Dancing roll. Inv.-Nr. 2004-427. Die Rollen dieses Typs werden nicht von einem Spieler oder einer Spielerin interpretiert, sondern einzig vom Instrument ausgelesen, so dass keine visuellen Markierungen vorhanden sind. Die Perforierungen für die dynamische Differenzierung befinden sich in fünf Spuren im Bereich der Rollenmitte. Der Diskant befindet sich unten, der Bass oben auf der abgebildeten Rolle.

Wangen des Rollentyps 73 Phonoliszt.

Wasserzeichen des häufig für den Rollentyp 73 Phonoliszt verwendeten Papiers, wobei H & E für den Papierhersteller Hoffman und Engelmann in Neustadt auf der Haardt steht.